16.05.2019 00:00

Muss man, um die ausgestellten Werke zu verstehen, eine Mathe-Genie sein?

Was hat Mathematik mit der Ausstellung zu tun fragen Sie sich. Eigentlich nichts. Allerdings handeln alle Werke der drei Kölner KünstlerInnen, so unterschiedlich sie sein mögen, von Transformation:

Pinseltransformation, Transformation von Medien auf Leinwand, Transformation von inneren Bildern in abstrakte Rakellandschaften.

Ohne sich weitere Gedanken zu machen, hat man wohl eine genaue Vorstellung von der Bedeutung des Wortes Transformation. Bei der Recherche nach der Begrifflichkeit findet sich allerdings erstaunlicherweise zunächst die fachspezifische Transformation von Funktionen in der Mathematik. Bildungssprachlich ist das, was den Bildern der ausgestellten Künstler gemein ist, eine Umformung, Umwandlung und Umgestaltung.

Jo Teh wandelt gebrauchte Pinsel von Künstlern auf aller Welt um in Skulpturen, Installationen und Bilder. Die Pinsel werden zerlegt, gehämmert und zu Kunstwerken kombiniert.

Fé Kolb wandelt Zeitungen um zu Medienlandschaften anderer Art, sie transformiert Schriftbilder und Bildträger und bringt sie reliefartig zusammen mit Pigmenten auf Leinwand.

Jana Dettmer zeigt farbintensive abstrakte Rakelbilder, die durch viele Schichten Struktur, Form und Tiefe erhalten. Sie übersetzt und transformiert innere Bilder in abstrakte „Landschaften“.

Die Finissage am 16.05.2019 beendete feierlich eine vielseitige spannende und inspirierende Ausstellung.

  

Galerie KunstStücke | Stammheimer Straße 15 | 50735 Köln | 0221 977 12 601


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